Hallo!
Ich beginne bald mit meiner Magisterarbeit und würde mich gerne mit Systemischer Kinder- und Jugendlichentherapie/Beratung etc. beschäftigen. Dabei interessiert mich vor allem, wie mit Kindern/Jugendlichen systemisch zu arbeiten ist (von (Sozial-)Pädagogen), die in individualpädagogischen Projekten/Klein-/Kleinstgruppen untergebracht sind und keinen oder nur sehr eingeschränkten Kontakt zu ihren Eltern haben., die aber doch eine so große Rolle bei ihnen spielen.
Aufbauen wollte ich die Arbeit in einen Theorie- und einen Praxis-/Methodenblock. In letzterem würde ich gerne anhand einer Fragebogenauswertung zunächst feststellen, welche "Störungen", "Krankheiten", "Auffälligkeiten" am häufigsten in dem oben beschriebenen Bereich vorkommen und aufgrund dessen Lösungsansätze für die einzelnen Störungsbilder aufzeigen.
Vielleicht gibt es hier noch die ein oder andere Anregung?! Oder gibt es darüber bereits mehr als ich gefunden habe?
Viele Grüße & ein schönes Wochenende!
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Zur Erfassung der häufigsten "Störungen", "Krankheiten", "Auffälligkeiten" würde ich Dir z.B. die Child Behavior Checklist 1½-5 – Deutsche Fassung (Elternfragebogen für Klein- und Vorschulkinder) empfehlen. Das ist ein testtheoretisch gut abgesicherter Fragebogen, es gibt Vergleichsgruppenwerte hierzu und er wird häufig verwendet. Die deutsche Fassung der Child Behavior Checklist 1½-5 umfasst 99 Problem-Items, von denen 50 Entsprechungen der CBCL für ältere Kinder darstellen. Aus den Items werden sieben Problemskalen (Emotionale Reaktivität; Ängstlich/Depressiv; Körperliche Beschwerden; Sozialer Rückzug; Schlafprobleme; Aufmerksamkeitsprobleme und Aggressives Verhalten) sowie drei übergeordnete Skalen gebildet, die Externalisierende Auffälligkeiten, Internalisierende Auffälligkeiten und Gesamtauffälligkeit abbilden (http://www.testzentrale.de/?mod=detail&id=1300).
Der Fragebogen kann dann von den Erziehern/Sozialpädagogen auch ausgefüllt werden. Spannend ist dann der Verlgleich der Einschätzung mittels der Fragebogen von verschiedenen erwachsenen Bezugspersonen der Kleinkinder: Wo gibt es Ähnlichkeiten, wo Unterschiede in den Einschätzungen? - was ja bereits eine systemisch orientierte Perspektive darstellt.
Beste Grüße
Matthias Ochs