Magisterarbeit

Beigetreten: 19.08.2009

Hallo!

Ich beginne bald mit meiner Magisterarbeit und würde mich gerne mit Systemischer Kinder- und Jugendlichentherapie/Beratung etc. beschäftigen. Dabei interessiert mich vor allem, wie mit Kindern/Jugendlichen systemisch zu arbeiten ist (von (Sozial-)Pädagogen), die in individualpädagogischen Projekten/Klein-/Kleinstgruppen untergebracht sind und keinen oder nur sehr eingeschränkten Kontakt zu ihren Eltern haben., die aber doch eine so große Rolle bei ihnen spielen.

Aufbauen wollte ich die Arbeit in einen Theorie- und einen Praxis-/Methodenblock. In letzterem würde ich gerne anhand einer Fragebogenauswertung zunächst feststellen, welche "Störungen", "Krankheiten", "Auffälligkeiten" am häufigsten in dem oben beschriebenen Bereich vorkommen und aufgrund dessen Lösungsansätze für die einzelnen Störungsbilder aufzeigen.

Vielleicht gibt es hier noch die ein oder andere Anregung?! Oder gibt es darüber bereits mehr als ich gefunden habe?

Viele Grüße & ein schönes Wochenende!

Beigetreten: 09.07.2009
CBCL 11/2-5

Zur Erfassung der häufigsten "Störungen", "Krankheiten", "Auffälligkeiten" würde ich Dir z.B. die Child Behavior Checklist 1½-5 – Deutsche Fassung (Elternfragebogen für Klein- und Vorschulkinder) empfehlen. Das ist ein testtheoretisch gut abgesicherter Fragebogen, es gibt Vergleichsgruppenwerte hierzu und er wird häufig verwendet. Die deutsche Fassung der Child Behavior Checklist 1½-5 umfasst 99 Problem-Items, von denen 50 Entsprechungen der CBCL für ältere Kinder darstellen. Aus den Items werden sieben Problemskalen (Emotionale Reaktivität; Ängstlich/Depressiv; Körperliche Beschwerden; Sozialer Rückzug; Schlafprobleme; Aufmerksamkeitsprobleme und Aggressives Verhalten) sowie drei übergeordnete Skalen gebildet, die Externalisierende Auffälligkeiten, Internalisierende Auffälligkeiten und Gesamtauffälligkeit abbilden (http://www.testzentrale.de/?mod=detail&id=1300).

Der Fragebogen kann dann von den Erziehern/Sozialpädagogen auch ausgefüllt werden. Spannend ist dann der Verlgleich der Einschätzung mittels der Fragebogen von verschiedenen erwachsenen Bezugspersonen der Kleinkinder: Wo gibt es Ähnlichkeiten, wo Unterschiede in den Einschätzungen? - was ja bereits eine systemisch orientierte Perspektive darstellt.

Beste Grüße
Matthias Ochs

Beigetreten: 19.08.2009
Hallo an alle

Hallo an alle Interessierten!

Bald werde ich meine Magisterarbeit abschließen und suche deshalb noch eine Ideen. Ich habe eine Erhebung gemacht, um herauszufinden, welche Störungsbilder in Maßnahmen der Kinder-und Jugendhilfe am häufigsten auftreten und versuche nun die Spezifitäten bei der Behandlung in unterschiedlichen Settings herauszuarbeiten bzw. vorhandene Konzepte dahingehend zu untersuchen, für welche Settings sie geeignet sind.

Beispielsweise gibt es für die Behandlung von Kopfschmerzen mittlerweile einige Ideen und Konzepte, die jedoch immer auch die Eltern einbeziehen. Dies ist jedoch in einem Heim- oder intensivpädagogischen Setting nur in ganz seltenen Fällen möglich. Gibt es etwas darüber was ich vielleicht noch nicht gefunden habe?

Ähnlich geht es mir mit Ideen zur Arbeit mit Stimmungsschwankungen, Wahrnehmungsstörungen, Ängsten etc.

Außerdem: Sollte es jemanden geben, der Interesse hat meine Arbeit zu lektorieren/korrigieren: Ich freue mich über jede Nachricht! ;-)

Viele Grüße und eine schöne Woche!

Beigetreten: 09.07.2009
Kopfschmerzen etc.

Liebe Frau Kurzmann,

Was Kopfschmerzen angeht ist es nach meiner Einschätzung eher so, dass die Familie/Eltern/soziale Aspekte wenig bis gar nicht in die Behandlung regulär einbezogen werden: Wenn man mit kindlichen Kopfschmerzen sich ins öffentliche Gesundheitsversorgungsssystem begibt, so werden Schmerztabletten verschrieben und/oder, wenn das betreffende Kind Glück hat, irgendeine Form von Entspannungstraining (z.B. Fantasiereisen). Es gibt zudem einige wenige verhaltenstherapeutische Manuale für Kinderkopfschmerz, googeln sie mal diesbezüglich die Namen Raymund Pothmann, Birgit Kröner Herwig oder Ursula Luka-Krausgrill, da werden Sie fündig...

Herzliche Grüße,
Matthias Ochs